Projekte

Alster-Gate, Hamburg

Lübecker Str. 2, 22087 Hamburg

Porsche-Niederlassung Hamburg und ergänzende gewerbliche Nutzung

Grundstücksgröße ca. 11.000 qm
Bebauungsgröße ca. 26.500 qm BGF
Investitionsvolumen ca. 60 Mio. Euro

Alster-Gate Alster-Gate

Alster-Gate Hamburg: Neues Entreé für St. Georg

St. Georg bekommt ein neues Entree. Für das nahe der Hamburger Innenstadt und der Außenalster zentral zwischen der Lübecker Straße, dem Steinhauerdamm und der Wallstraße gelegene Grundstück im Stadtteil Hohenfelde wird ein Bauvorhaben projektiert, das aus zwei Gebäudekomplexen, einem Bürohaus und einer neuen Porsche Niederlassung Hamburg, besteht und den Namen “Alster-Gate” tragen soll.

Bereits im Jahr 2012 wurde zur Gestaltung dieses Projektes auf dem ehemaligen Standort der Gewerbefachschule gegenüber der damaligen Philips Deutschland-Zentrale im Einvernehmen mit der Freien und Hansestadt Hamburg ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. Dieser brachte im Ergebnis für das Porsche Zentrum, das den heutigen Standort an der Eiffestraße ersetzen soll, ein gelungenes Gestaltungsergebnis hervor. Unter dem Vorsitz von Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Stadt Hamburg, wurde der 1. Preis an SCHILD Architekten Ingenieure aus Hamburg verliehen. Der 2. Preis ging an gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, ebenfalls aus Hamburg.

Für den Büroneubau wurde seinerzeit jedoch keine überzeugende Lösung gefunden. Nun wurde in einem zweiten Anlauf erneut die Qualifizierung und Gestaltung für ein Bürogebäude in Nachbarschaft zum geplanten Porsche Autohaus zum Gegenstand eines hochbaulichen Workshopverfahrens. Als Zielvorgabe galt es, einen Büroneubau zu entwickeln, der sich an diesem städtebaulich bedeutsamen Standort, der den Eingangsbereich in den Bezirk Hamburg-Nord markiert, als Landmark selbstbewusst positioniert und eine eigenständige Identität ausbildet. Gleichzeitig sollte unter Berücksichtigung der aktuellen Planung des Porsche Autohauses ein übergeordnetes Gestaltungskonzept entwickelt werden. Dabei standen sowohl die Höhenentwicklung im Hinblick auf bereits bestehende Bauten im Umfeld, als auch die Ausgestaltung des Sockels im Zusammenhang mit der Fassadenabwicklung des Porsche Zentrums im Fokus der Aufgabenstellung. Zu dem Workshopverfahren wurden insgesamt fünf namhafte Architekturbüros eingeladen, die im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2014 mit der Bearbeitung der Planungsaufgabe befasst waren.

Als Ergebnis wurden im Rahmen der Gremiumssitzung, die am 08.01.2015 in Hamburg stattfand, von den teilnehmenden Büros fünf spannende Entwürfe präsentiert, von denen sich jeder einzelne intensiv mit der Besonderheit des Ortes und der anspruchsvollen Aufgabenstellung auseinandergesetzt hatte. Unter dem Vorsitz von Martin Murphy, Störmer Murphy and Partners, entschied sich das Gremium daraufhin, nicht nur einen, sondern zwei erste Ränge zu vergeben. Ausgezeichnet mit dem 1. Rang wurden mit gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner ein Hamburger Büro sowie das Büro KSP Jürgen Engel Architekten GmbH aus Braunschweig.

Alster-Gate

Die Entscheidung des Bauherrn, welcher der beiden Siegerentwürfe für den Büroneubau des in Verbindung mit dem Porsche Zentrum in Hamburg einmaligen und repräsentativen Bauvorhabens zur Ausführung gebracht werden soll, fiel letztlich auf den Entwurf des Architekturbüros gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner.

Die nähere Umgebung des Planungsgrundstücks zwischen Wallstraße und Steinhauerdamm wird durch extrem heterogene Bebauung geprägt. Die Ablesbarkeit von Straßenraum endet am Berliner Tor bzw. am Steindamm. Besonders aus Richtung Süden kommend fehlen stadträumliche Orientierungspunkte.

Der Entwurf reagiert auf diese Anforderungen in mehrerlei Weise: der geschwungene Z-förmige Baukörper steht wie eine gespannte Feder zwischen den beiden anliegenden Straßen und bildet mit seinen gerade verlaufenden Enden zwei zu den Hauptrichtungen parallel stehende “Flanken” aus. Gleichzeitig behauptet sich die “geknickte” Form als eigenständige Bauskulptur. Zum Steinhauerdamm hin wird ein Vor-und Eingangsplatz ausgebildet, die Spitze in Richtung Süden wird durch die Ausrichtung des Baukörpers akzentuiert, gleichzeitig durch das Abrunden der Gebäudeecken gemildert. Durch den Knick des Gebäudes in Richtung Osten wird ein weiterer Vorplatz und eine dritte stadträumlich wirksame Fassade in Richtung Außenalster gebildet.

Das erhöhte Erdgeschoss und das erste OG erhalten im westlichen Gebäudeflügel eine vollverglaste Fassade und bilden hierdurch eine Sockelzone aus. Darüber werden weitere 10 Obergeschosse und ein Staffelgeschoss angeordnet. Die Fassade ist hier als eingeschossig gegliederte Struktur angelegt. Geschossweise ausgebildete, schmale – horizontal verlaufende – Bänder aus Metallprofilen bilden den Baukörper in seiner Grundform ab.

Die Büro-Fassade wird gebildet aus 1,35m breiten, geschosshohen, winkelförmigen Elementen, die in der Reihung ein umlaufendes gefaltetes Band bilden.

Dadurch entsteht ein ständig wechselndes Fassadenbild, je nach Blickrichtung und Blickwinkel wirkt das Gebäude stärker geschlossen oder stärker verglast, es entstehen verlaufartige, fächerförmige Übergänge zwischen diesen beiden Anmutungen.

Das Erdgeschoss verbindet durch eine gemeinsame, repräsentative Eingangshalle die beiden Vorplätze des Gebäudes und bietet Platz für drei kleinere Mieteinheiten (Einzelhandel/Büro). Die Bürogeschosse sind um zwei Erschließungskerne organisiert. Es entsteht ein hochflexibler Grundriss mit vier unabhängigen Nutzungseinheiten verschiedener Größe, zwischen ca. 230m² bis ca. 400m². Die Gebäudetiefe von ca. 13,50m, bzw. ca. 21m, ermöglicht die Umsetzung konservativer wie auch innovativer Bürostrukturen wie z.B. Zellen-, Kombi-, Gruppen- und Großraumbüros.

Die Baugenehmigung für das Porsche Zentrum wurde unter Berücksichtigung des laufenden Bebauungsplanverfahrens im Mai 2016 erteilt. Der offizielle Spatenstich erfolgte am 5.12.2016.

Damit auch der Bauantrag für das Bürogebäude genehmigt werden kann, wird das Bebauungsplanverfahren gleichzeitig fortgesetzt. Es wird angestrebt, dass die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses und der Bezirksversammlung im 1. Quartal 2017 die öffentliche Auslegung der überarbeiteten Planfassung beschließen. Die einmonatige öffentliche Auslegung soll dann spätestens im März 2017 erfolgen. Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen kann im Juni 2017 der Feststellungsbeschluss der Bezirksversammlung zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan erwartet werden.

Hamburg im September 2017

Presse

Am Tor zur Alster
Porsche Times, 4/2016

“Tradition und Moderne in Hamburg. Das Porsche Zentrum Hamburg zieht um.“

Spatenstich für das Porsche-Zentrum Alstergate
Immobilien Zeitung, 15. Dezember 2016

“Nahe der Außenalster entwickelt Maas & Raffay in Hohenfelde bis Frühjahr 2018 das Porsche-Zentrum Hamburg Alstergate. Später soll noch ein Hochhaus entstehen.“

Porsche baut in Hamburg sein größtes Autohaus
Hamburger Abendblatt, 6. Dezember 2016

“In Hohenfelde beginnt der Bau eines Autohauses der Superlative.“

Rede zur Eröffnung des Porsche Zentrums Hamburg Nord-West
Olaf Scholz, 26. Februar 2015

“Auch der Standort hat eine hervorragende, und in dem Fall: innerstädtische Lage und das bisherige Grundstück wird mit dem ‘Alster Gate’ eine schöne Aufwertung erfahren.“

Porsche auf der Überholspur
Welt am Sonntag, 22. Februar 2015

“Insgesamt 30 Millionen Euro lässt sich der schwäbische Hersteller moderne Ausstellungsräume und neue Werkstätten in Hamburg kosten. Die stolze Summe fließt in eine Stadt, die als Hochburg der Sportwagenmarke gilt.”

Porsche investiert 30 Millionen in Hamburg
Hamburger Abendblatt, 19. Februar 2015

“In diesen Tagen wurden für das Mega-Projekt zwei erste Plätzte von der Jury vergeben, die an die Hamburger gmp-Archichtekten von Gerkan, Marg und Partner sowie an KSP Jürgen Engel aus Braunschweig gingen”